Preisspitzen an der Strombörse: Tages- und Nachtrends erklärt

Wie Photovoltaik, Wetter und EU-Flüsse die Strompreise heute beeinflussen

Tagsüber senkt die Einspeisung von Photovoltaik-Anlagen die Strompreise, während abends immer häufiger Knappheitspreise von mehreren hundert Euro pro Megawattstunde auftreten. Ein Gespräch mit Leonhard Gandhi zeigt, welche Faktoren die aktuelle Preisentwicklung bestimmen.

Black Vortex Redaktion

Preisspitzen an der Strombörse: Tages- und Nachtrends erklärt
KI-generierte Illustration (NVIDIA) · KI-generierte Illustration

Die Strompreise auf dem europäischen Markt zeigen ein deutliches Muster: Während der Mittagszeit, wenn die Sonne am höchsten steht, steigt die Einspeisung von Photovoltaik-Anlagen deutlich an. Diese zusätzliche Energieversorgung senkt die Tagespreise nachhaltig, da das Netz mit überschüssiger Energie belastet wird und die Nachfrage im Vergleich geringer ist.

Umgekehrt wird ab dem späten Nachmittag die Stromnachfrage stark erhöht, während die Solarproduktion deutlich zurückgeht. In dieser Phase kommt es häufiger zu Knappheitspreisen, die mehrere hundert Euro pro Megawattstunde erreichen können. Diese Spitzen entstehen, weil die vorhandenen Speicher nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken.

Leonhard Gandhi von Energy-Charts am Fraunhofer ISE erläutert in einem Interview, wie verschiedene Elemente die Preisentwicklung steuern. Er betont, dass der Gasmarkt eine zentrale Rolle spielt, da Gas als flexibler Energieträger die Reservekapazität für Spitzenzeiten liefert.

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