Negative Strompreise: Wind‑ und Photovoltaik‑Anlagen werden unterschiedlich abgeregelt

Eine Untersuchung zeigt, dass bei negativen Preisen Windkraftanlagen stärker als Photovoltaikanlagen abgeregelt werden.

Im Jahr 2025 wurden bei Strompreisen unter minus 50 Euro pro Megawattstunde etwa die Hälfte der Windkraftanlagen abgeregelt, obwohl dafür Anreize existierten. Photovoltaikanlagen hingegen litten unter fehlenden Anreizen zur Abregelung in den gleichen Preisphasen.

Black Vortex Redaktion

Negative Strompreise: Wind‑ und Photovoltaik‑Anlagen werden unterschiedlich abgeregelt
KI-generierte Illustration (NVIDIA) · KI-generierte Illustration

Im europäischen Energiemarkt führen Zeiten mit negativen Strompreisen häufig zu einer Überproduktion, wenn Angebot und Nachfrage nicht im Gleichgewicht sind. In solchen Phasen greifen Netzbetreiber auf Abregelung, um die Stabilität des Stromnetzes zu gewährleisten. Die Maßnahme ist ein zentraler Bestandteil der Marktregulierung, spielt aber im Fokus einer jüngsten Untersuchung über die Abregelung von erneuerbaren Anlagen.

Für Windkraftanlagen zeigte die Analyse, dass ungefähr die Hälfte der installierten Kapazitäten bei Preisen unter minus 50 Euro pro Megawattstunde abgeregelt wurde. Dabei bestand ein bewusster Anreiz, die Anlagen in diese Zeiten zu betreiben, jedoch erfolgte die Abregelung in vielen Fällen dennoch. Diese widersprüchliche Umsetzung wirft Fragen zur Effektivität der Anreizsysteme auf.

Im Gegensatz dazu wurde bei Photovoltaikanlagen ein deutliches Fehlen von Anreizen zur Abregelung festgestellt. In den gleichen negativen Preisstunden, in denen Windkraftanlagen abgeregelt wurden, blieben Photovoltaiksysteme häufig aktiv. Das Ergebnis deutet auf unterschiedliche regulatorische Rahmenbedingungen für die beiden Technologien hin.

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