Merkur: Radius könnte bis zu zehn Kilometer größer gewesen sein

Eine deutsche Forschungsgruppe stellt die bisherige Schätzung des Merkur-Radius in Frage.

Laut einer neuen Studie könnte der Radius des Merkur bei seiner Entstehung bis zu zehn Kilometer größer gewesen sein als bisher angenommen. Die Entdeckung wirft Fragen zu den Modellen der Planetenbildung auf.

Black Vortex Redaktion

Merkur: Radius könnte bis zu zehn Kilometer größer gewesen sein
KI-generierte Illustration (NVIDIA) · KI-generierte Illustration

Eine deutsche Forschungsgruppe hat in einer Studie entdeckt, dass der Radius des Merkur bei seiner Entstehung bis zu zehn Kilometer größer gewesen sein könnte als bisher angenommen. Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer Analyse von astronomischen Daten veröffentlicht und werfen einen Blick auf die Genauigkeit bisheriger Messungen des kleinsten Planeten unseres Sonnensystems.

Der Merkur ist der sonnennächste Planet und zeichnet sich durch eine sehr geringe Größe und geringe Masse aus. Seine Oberflächenbeschaffenheit ist stark von Meteoriteneinschlägen geprägt, und er besitzt keine Atmosphäre, die die Messung seiner Form erleichtern würde. Deshalb werden seine Dimensionen oft auf indirekte Beobachtungen zurückgeführt.

Bisher wurden Schätzungen des Merkur-Radius auf Basis von Messungen aus Raumfahrtmissionen und terrestrischen Beobachtungen entwickelt. Diese Schätzungen gingen davon aus, dass der Planet seit seiner Bildung relativ konstant geblieben sei, wobei kleinere Veränderungen durch geologische Prozesse angenommen wurden.

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