Lange Wolke über Arsia Mons – ohne Staub entsteht sie

Forscher zeigen, dass die Marswolke ohne Staub bilden kann

Ein neues Forschungsprojekt beweist, dass eine bis zu 1.800 Kilometer lange Wolke über dem Mars-Vulkan Arsia Mons entstehen kann, ohne dass Staub beteiligt ist. Dieser Befund stellt die bisherigen Annahmen über die Martianische Wolkenbildung in Frage.

Black Vortex Redaktion

Lange Wolke über Arsia Mons – ohne Staub entsteht sie
KI-generierte Illustration (NVIDIA) · KI-generierte Illustration

Die jüngste Studie von einem internationalen Team untersuchte die Entstehung einer Wolkenformation, die sich über das Mars-Vulkan Arsia Mons erstreckt und eine Länge von bis zu 1.800 Kilometern erreicht. Der Befund wurde durch die Analyse von Satellitenbildern und numerischen Modellen gewonnen, die ein bislang theoretisch beschränktes Phänomen aufzeigen.

Arsia Mons ist der größte Vulkan im Sonnensystem und liegt im südlichen Mars. Die Wolke, die sich über diesem Massiv bildet, ist bemerkenswert lang und dünn, was ihr einen fast zweidimensionalen Eindruck verleiht. Die Beobachtung erfolgte in einem Zeitraum, in dem die Marsatmosphäre besonders dünn und trocken ist.

Bisher galt Staub als unerlässlicher Bestandteil bei der Entstehung von Wolken auf dem Mars. Die Partikel sollten die Kondensation von Wasserdampf ermöglichen und so die Wolkenbildung unterstützen. Dieser Ansatz war in zahlreichen Klimamodellen fest verankert.

Weiterlesen mit Black Vortex

Der Rest dieses Artikels ist Abonnent:innen vorbehalten — unbegrenzter Zugriff für 5,00 € im Monat.

Schon Abonnent? Einloggen

Black Vortex Daily

Die wichtigsten Entwicklungen aus KI, Technologie, Cybersecurity, Finanzen und Wissenschaft — jeden Morgen kompakt in Ihrem Postfach.

Themen (optional)