Gravitationslinsen: Wie das Universum Galaxien verzerrt

Ein Blick auf die Mehrfachbilder und leuchtenden Bögen im Sternenhimmel

In der Astronomie beobachtet man, dass manche Galaxien mehrfach erscheinen, während andere als glänzende Bögen oder Ringe sichtbar sind. Dieser Effekt wird durch die Krümmung des Raums, verursacht von Massen, erklärt.

Black Vortex Redaktion

Gravitationslinsen: Wie das Universum Galaxien verzerrt
KI-generierte Illustration (NVIDIA) · KI-generierte Illustration

Astronomen haben seit Jahrzehnten bemerkt, dass bestimmte Galaxien nicht nur einmal, sondern in mehreren Bildern auftauchen. Gleichzeitig erscheinen andere Galaxien als leuchtende Bögen oder Ringe am Himmel. Diese unterschiedlichen Erscheinungsformen sind keine optischen Täuschungen, sondern haben eine physikalische Ursache, die im Zusammenhang mit der Gravitation steht.

Das Phänomen, das als Gravitationslinsen bezeichnet wird, entsteht, wenn die Masse eines Objekts, wie beispielsweise einer Galaxie oder eines Galaxienhaufens, die Raumzeit um sich herum krümmt. Lichtstrahlen, die durch diese gekrümmte Region reisen, werden abgelenkt, wodurch die Bildpositionen von entfernten Objekten verändert werden.

Wenn die Linie zwischen Beobachter, dem Linsenobjekt und der entfernten Galaxie nahezu exakt ausgerichtet ist, können mehrere Bilder derselben Galaxie entstehen. Die Bildschwerpunkte liegen an unterschiedlichen Positionen am Himmel, sodass ein einzelnes Objekt mehrfach sichtbar wird.

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