Perowskit‑Silizium‑Tandemsolarzellen kombinieren die hohen Wirkungsgrade von Perowskit‑ und Siliziumzellen zu einer einzigen Einheit. Für die Optimierung dieser Geräte ist es entscheidend, die Stromprofile beider Teilzellen zu kennen. Traditionelle Messverfahren liefern jedoch nur einen zusammengefassten Stromwert, was die Diagnose von Leistungsproblemen erschwert. Fraunhofer ISE hat daher ein neues Messverfahren entwickelt, das die Stromflussdaten beider Teilzellen getrennt erfasst. Dieses Verfahren verspricht eine präzisere Analyse und damit eine bessere Steuerung der Produktionsprozesse.
Das Verfahren basiert ausschließlich auf elektrischen Messungen im Zeitverlauf. Durch die schnelle Erfassung von Spannungsschwankungen im Millisekundenbereich kann das System kurzzeitige Änderungen im Stromfluss erkennen. Dabei wird kein spezielles Messgerät benötigt, sondern die vorhandene Elektronik der Tandemzelle wird weiter genutzt. Diese Herangehensweise ermöglicht es, die Teilzellströme direkt im Produktionsfluss zu ermitteln, ohne dass zusätzliche Messschaltungen installiert werden müssen.
Ein wesentlicher Aspekt des Ansatzes ist die Nutzung des kapazitiven Ladungsspeichers der Siliziumteilzelle. Während die Perowskitzelle unmittelbar auf Lichtimpulse reagiert, speichert die Siliziumzelle die elektrische Ladung, was als Zeitmarke für die Strommessung dient. Durch die Analyse dieser Speicherantwort lassen sich die beiden Stromprofile voneinander unterscheiden, ohne dass externe Sensoren erforderlich sind. Dieser Mechanismus ist die Grundlage, die dem Verfahren seine hohe Genauigkeit verleiht.
Perowskit‑Silizium‑Tandemsolarzellen kombinieren die hohen Wirkungsgrade von Perowskit‑ und Siliziumzellen zu einer einzigen Einheit. Für die Optimierung dieser Geräte ist es entscheidend, die Stromprofile beider Teilzellen zu kennen. Traditionelle Messverfahren liefern jedoch nur einen zusammengefassten Stromwert, was die Diagnose von Leistungsproblemen erschwert. Fraunhofer ISE hat daher ein neues Messverfahren entwickelt, das die Stromflussdaten beider Teilzellen getrennt erfasst. Dieses Verfahren verspricht eine präzisere Analyse und damit eine bessere Steuerung der Produktionsprozesse.
Das Verfahren basiert ausschließlich auf elektrischen Messungen im Zeitverlauf. Durch die schnelle Erfassung von Spannungsschwankungen im Millisekundenbereich kann das System kurzzeitige Änderungen im Stromfluss erkennen. Dabei wird kein spezielles Messgerät benötigt, sondern die vorhandene Elektronik der Tandemzelle wird weiter genutzt. Diese Herangehensweise ermöglicht es, die Teilzellströme direkt im Produktionsfluss zu ermitteln, ohne dass zusätzliche Messschaltungen installiert werden müssen.
Ein wesentlicher Aspekt des Ansatzes ist die Nutzung des kapazitiven Ladungsspeichers der Siliziumteilzelle. Während die Perowskitzelle unmittelbar auf Lichtimpulse reagiert, speichert die Siliziumzelle die elektrische Ladung, was als Zeitmarke für die Strommessung dient. Durch die Analyse dieser Speicherantwort lassen sich die beiden Stromprofile voneinander unterscheiden, ohne dass externe Sensoren erforderlich sind. Dieser Mechanismus ist die Grundlage, die dem Verfahren seine hohe Genauigkeit verleiht.
Die Trennung der Stromprofile wird durch eine zeitbasierte Signalverarbeitung erreicht. Durch die Beobachtung der Spannungsantwort der Siliziumzelle über einen sehr kurzen Zeitraum kann man den Beitrag der Perowskitzelle extrahieren. Gleichzeitig liefert die Siliziumzelle einen stabilen Referenzstrom, der als Grundlage für die Kalibrierung dient. Dieser Ansatz erlaubt es, die beiden Teilzelleigenschaften unabhängig voneinander zu bestimmen, was bei herkömmlichen J‑V‑Messungen nicht möglich ist.
Ein bedeutender Vorteil des Verfahrens ist die nahtlose Integration in bestehende J‑V‑Messungen. Die Messschaltung bleibt unverändert, lediglich die Datenerfassung wird erweitert. Da keine zusätzlichen Bauteile eingebaut werden, können Hersteller die Methode unmittelbar in ihre Produktionslinien einbauen. Die Messzeit bleibt vergleichbar mit herkömmlichen Verfahren, wodurch die Produktionsgeschwindigkeit nicht beeinträchtigt wird.
Die Tatsache, dass keine zusätzliche Hardware erforderlich ist, reduziert die Implementierungskosten erheblich. Hersteller müssen keine neuen Sensoren oder Schaltungen anschaffen, sondern können die vorhandene Messausrüstung nutzen. Dieser Aspekt erleichtert die Skalierbarkeit des Verfahrens und fördert die Akzeptanz in der Industrie. Gleichzeitig bleibt die Messgenauigkeit hoch, weil die Daten direkt aus der Zellstruktur selbst stammen.
Durch die schnelle Messung im Millisekundenbereich eröffnet sich die Möglichkeit, die Teilzellströme in Echtzeit zu überwachen. In einer Massenproduktionsumgebung kann das Verfahren somit als Inline‑Diagnoseinstrument dienen. Betreiber könnten sofort auf Abweichungen reagieren, ohne die Produktionslinie zu unterbrechen. Diese Echtzeitüberwachung verbessert die Qualitätskontrolle und reduziert Ausschuss sowie Nachbearbeitungsbedarf.
Eine genaue Kenntnis der Teilzellströme ermöglicht es, die Betriebsparameter für jede Zellart optimal anzupassen. Durch gezielte Kalibrierung kann die Gesamteffizienz des Tandemsolarzells gesteigert werden. Gleichzeitig können Fehlerquellen schneller identifiziert und behoben werden, was zu langlebigeren Produkten führt. Der Einsatz des Verfahrens trägt somit zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit von Tandemsolarzellen bei.
Fraunhofer ISE plant, das Verfahren weiter zu optimieren und auf andere Tandemkonfigurationen auszuweiten. Die Forschung könnte sich auf die Anpassung an unterschiedliche Perowskitformeln oder alternative Dünnschichttechnologien konzentrieren. Durch die Weiterentwicklung der Messalgorithmen soll die Messgenauigkeit noch erhöht und die Anwendungsbreite erweitert werden.
Die vorgestellte Methode markiert einen wichtigen Schritt in Richtung automatisierter Qualitätskontrolle für Tandemsolarzellen. Mit ihrer Fähigkeit, die Stromprofile beider Teilzellen ohne zusätzliche Hardware zu bestimmen, bietet sie einen klaren Mehrwert für die Produktionsindustrie. Sobald die Technik in der Praxis erprobt ist, könnte sie zur Standardmethode für die Inline‑Überwachung von Tandemsolarzellen werden.